Es reicht: Die Warnstreikwelle kommt!

veröffentlicht am 27. April 2016

Nachdem am 18. April die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen nach 30 Minuten ohne Ergebnis abgebrochen wurden, müssen sich die Arbeitgeber in Zwickau, Vogtland und dem Erzgebirge nun auf erste Warnstreiks einstellen. Die Kampfansage der Arbeitgeber in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie schlägt in den Betrieben hohe Wellen: Das historisch niedrige Angebot von 0,9 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten und einer einmaligen Einmalzahlung von 0,3 Prozent wird in den tarifgebundenen Betrieben als unverschämte Provokation verstanden.

Stefan Kademann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, zu den anstehenden Streiks: „Die Friedenspflicht endet mit der Nacht vom 28. auf den 29. April. Wir haben die Zeit nach den gescheiterten Verhandlungen intensiv dafür genutzt, mit den betrieblichen Kolleginnen und Kollegen eine massive Warnstreikwelle zu planen. Die Provokation der Arbeitgeber wird nicht unbeantwortet bleiben!“

Neben den Warnstreiks sind außerdem Aktionen vor Betrieben ohne Betriebsrat und Tarifbindung geplant. Kademann hierzu: „Der Vorwurf, wir würden uns nur für die Kolleginnen und Kollegen in den tarifgebundenen Betrieben einsetzen, greift zu kurz. Die IG Metall Zwickau ist Ansprechpartner für alle Beschäftigten in der Metall-, Elektro-, Holz- und Kunststoffindustrie. Keine Belegschaft muss ohne Betriebsrat und Tarifvertrag leben, wenn sie dies nicht will. Mit gezielten Aktionen wollen wir auch diesen Beschäftigten das Angebot machen, gemeinsam mit uns für besser Arbeitsbedingungen und eine tarifvertragliche Absicherung zu kämpfen. Betriebsräte kann man in jedem Betrieb mit mindestens fünf Arbeitnehmern wählen und Tarifverträge kann man in jedem Betrieb erkämpfen, die Beschäftigten müssen dies nur wollen! Unsere Hand ist ausgestreckt.“

Über die anstehenden Warnstreiks werden wir zeitnah informieren.

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