Textil Ost: Die Angleichung von Ost an West ist überfällig

veröffentlicht am 30. Januar 2019

Am 24. Januar hat die Tarifkommission Textil Ost in Zwickau die Forderungsempfehlung und die Kündigungen der Tarifverträge für die anstehende Tarifrunde in der Branche Textil Ost 2019 beschlossen. Im Dezember wurde ein Eckpunktepapier zum Thema Arbeitszeitangleichung Ost an West mit dem Arbeitgeberverband vti unterzeichnet.

Hintergrund: In der letzten Tarifrunde 2017 wurden zwischen IG Metall und vti eine Verhandlungsverpflichtung zur Arbeitszeitanpassung vereinbart. In mehreren Gesprächen wurde über eine Umsetzung diskutiert. Immer wieder gab es aus den Betrieben Druck auf die Arbeitgeber, um sich endlich zu bewegen.

Die Branche Textil Ost wächst und 2018 wurden erneut mehr Beschäftigte eingestellt. Immer noch gibt es die Mauer bei der Arbeitszeit: In der Textilbranche im Westen arbeiten die Kolleginnen und Kollegen 37 Stunden in der Woche. Im Osten allerdings arbeiten die Kollegen drei Stunden mehr in einer 40-Stundenwoche.

Die Signale aus den Betrieben sind klar: Alle wollen die Anpassung von Ost und West mit einem klaren Zielkorridor für die Umsetzung. Das Thema Arbeitszeit ist kein Bestandteil der regulären Tarifforderung. Alle sind sich einig, dass es ein klares Zeichen braucht, damit wir ein Ergebnis in dieser Tarifrunde erzielen.

Im Februar wird es die nächste Verhandlungsrunde mit dem vti geben. Am 1. Mai 2019 endet die Friedenpflicht.

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