IG Metall Zwickau
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30.11.2020, 08:11 Uhr

ARBEITSRECHTLICHE SCHRITTE GEGEN BETRIEBSRAT

Betriebsratschef bei Adient bleibt - Einigung mit Arbeitgeber

  • 12.11.2020
  • Aktuelles

Das Amtsenthebungsverfahren gegen des Vorsitzenden des Betriebsrates beim Sitzhersteller Adient ist vom Tisch: Damit wird auch die für Freitag angesetzte Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Zwickau nicht stattfinden.

Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter anderer Betriebe solidarisierten sich im Sommer bei dem Gütetermin am Arbeitsgericht Zwickau mit dem Betriebsratschef von Adient. Quelle: IG Metall Zwickau

Die Geschäftsleitung des Automobilzulieferers hat am Donnerstag erklärt, dass das Unternehmen das gerichtliche Beschlussverfahren zurücknimmt. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Betriebsparteien an einen Tisch zu bekommen und den Arbeitgeber dazu zu bewegen, das Gerichtsverfahren einzustellen“, kommentiert Benjamin Zabel, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau.

Der Einigung vorausgegangen waren in den letzten Wochen mehrere Gespräche zwischen Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung. Dabei verständigten sich Arbeitnehmervertretung und Arbeitgeber darauf, ihre Zusammenarbeit in Zukunft zu verbessern und zurück zu einem konstruktiven Miteinander zu finden. Es gehe nun darum, den Standort unter Wahrung der Mitbestimmungsrechte weiterzuentwickeln.

Zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung hatte es im Zuge der Corona-Krise Meinungsverschiedenheiten mit Blick auf das Kurzarbeitergeld gegeben. Die Arbeitnehmervertreter wollten eine Aufstockung erzielen, bissen bei Adient aber auf Granit. Als der Betriebsrat die Einigungsstelle anrief, eskalierte die Auseinandersetzung. Ein erster Gütetermin vor dem Arbeitsgericht war im August ergebnislos geblieben.

„Umso wichtiger ist es jetzt, dass beide Seiten im Sinne der Belegschaft im Spannungsverhältnis zwischen Arbeitnehmervertretung und Arbeitgeber wieder konstruktiv miteinander umgehen. Wobei die Einigung sicher auch auf den deutlichen Druck der Kolleginnen und Kollegen sowie der überbetrieblichen Solidarität mit dem Betriebsratsvorsitzenden zurückzuführen ist“, meint Benjamin Zabel.

So waren etwa im Zwickauer VW-Werk, das von Adient mit Autositzen beliefert wird, mehrere tausend Solidaritätsunterschriften für den unter Druck geratenen Betriebsratschef gesammelt worden. Am neuen Standort des Zulieferers im Industriepark Meerane sind nach unseren Informationen rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.


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