IG Metall Zwickau
https://igm-zwickau.de/aktuelles/meldung/ende-september-starten-wir-die-betriebsoffensive-arbeitszeit-ost/
16.09.2019, 01:09 Uhr

Angleichung Arbeitszeit Ost

Ende September starten wir die Betriebsoffensive Arbeitszeit Ost!

  • 06.09.2019
  • Aktuelles

Unsere Geduld hat ein Ende. Wir lassen uns in der Angleichung der Arbeitszeit Ost nicht länger hinhalten. Seit Unterzeichnung des Eckpunktepapiers mit dem Berlin-Brandenburger Arbeitgeberverband VME im vergangenen Jahr haben die Arbeitgeber eine Lösung in dieser Frage verzögert und blockiert.

Gemeinsam für die 35 - Betriebsrätekonferenz Ost am 28. August 2019 in Berlin Foto: Volker Wartmann

Resolution der VK-Leiter aus dem gesamten VW-Konzern zur "35-Stunden-Woche Ost"

Wir haben mit ihnen das gesamte erste Halbjahr 2019 über eine Lösung für alle ostdeutschen Tarifbezirke verhandelt. Aber nach sechs Gesprächsrunden – die letzte war Ende Juni 2019 – ist klar: Ihre Demontage des Flächentarifvertrags ist mit uns nicht zu machen.

Die Arbeitgeber wollen die dauerhafte Einführung einer komplett neuen Systematik der wöchentlichen Arbeitszeit. Statt Tarifvertrag und Tarifvertragsparteien sollen künftig die Betriebsparteien über die wöchentliche Arbeitszeit entscheiden. Damit würde der Schutz durch den Tarifvertrag wegfallen.

Das würde bedeuten: Ein von den Betriebsparteien festzulegender Arbeitszeitkorridor von 30 bis 40 Stunden pro Woche verschafft den Arbeitgebern größtmögliche Flexibilität bei der Arbeitszeit. Ein Vorschlag zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen, der mit der IG Metall nicht zu machen ist!

Für uns steht fest: Wenn mit den Arbeitgebern bis Ende September keine Flächenlösung gefunden wird, rufen wir dieses Thema Betrieb für Betrieb auf.

In der kommenden Tarifkommissionssitzung Ende September legen wir gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall unsere weiteren Schritte fest. Klar ist: Wir haben die Solidarität nicht nur aus der gesamten IG Metall. Die Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten steht auf der Agenda im ganzen Land.

Jetzt gilt es Kraft zu sammeln, damit wir Betrieb für Betrieb gemeinsam erkämpfen, was 30 Jahre nach Mauerfall längst überfällig ist.


Kommentar Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen:
"Nach der Hartleibigkeit der Arbeitgeber müssen wir uns darauf einstellen, dass wir keine flächentarifliche Lösung hinbekommen. Jetzt stellen wir uns auf harte Auseinandersetzungen ein. Wir werden das Thema 35-Stunden-Woche Betrieb für Betrieb angehen. In einem intensiven Diskussions- und Vorbereitungsprozess werden wir gemeinsam abstimmen, welche Betriebe vorangehen – und wie wir dann weitere Betriebe einbeziehen.

Die verständnisvollen Beteuerungen vieler Geschäftsführungen, sie seien ja zu einer Regelung bereit, erweisen sich als reines Wortgeklingel. Die Verhandlungsführung der Arbeitgeber unter dem Diktat von Gesamtmetall war nichts anderes als eine knallharte Verweigerungsstrategie.

Mit Blick auf die Ergebnisse der aktuellen Landtagswahlen können wir nur feststellen, dass die Arbeitgeber die von uns geforderte gesellschaftspolitische Verantwortung abgelehnt haben und mit ihrer Verweigerungshaltung zur Spaltung unseres Landes beitragen.

Bis zur Tarifkommissionssitzung Ende September verbleibt nur ein minimales Zeitfenster, in dem wir noch für Gespräche zur Verfügung stehen. Unbeeindruckt davon werden wir jetzt mit der Planung unserer Betriebsoffensive beginnen."

Hier geht es zur Tarif-Schnellinfo für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen.

"Resolution zur 35-Stunden-Woche Ost"
Die Vertrauenskörper-Leiter aus dem gesamten Volkswagen-Konzern haben am Mittwoch, 4. September, in Augsburg eine "Resolution zur 35-Stunden-Woche Ost" verfasst. Sie schreiben: "Nach einem Jahr Verhandlungen und Gesprächsverpflichtung ist klar: Die Arbeitgeber der
Metall- und Elektroindustrie blockieren die gerechte und längst überfällige Absenkung der Arbeitszeit auf die 35-Stunden-Woche bei vollem Entgeltausgleich auch in Ostdeutschland.

Unsere Geduld hat ein Ende!

30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es höchste Zeit für gleiche Arbeitszeiten in Ost und West. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zeigt, dass sie das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen und die 35-Stunden auch im Westen in Frage stellen. Wir kämpfen solidarisch
mit unseren Kolleginnen und Kollegen für die 35-Stunden im Osten. Gerechte Arbeitsbedingungen in Ost wie West, fordern
die VK-Leiter aus dem gesamten Volkswagen Konzern."


Drucken Drucken

Aktuelles

WIR in der IG Metall

  • Veit Möckel

    Misslbeck Konstruktion und Betriebsmittelbau, Zwickau

    Ich bin in der IG Metall, weil Mut besser ist als Armut.

  • Hartmut Schink

    Mahle Behr Industry GmbH, Reichenbach

    Ich bin in der IG Metall, weil in gut organisierten Betrieben bessere Verhältnisse herrschen und weil die politischen Themen der IG Metall keine heiße Luft sind, sondern die Probleme der Menschen widerspiegeln!

  • Peter Rehpenning

    Volkswagen Sachsen GmbH, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil ich dort gut beraten werde!

  • Dirk Scheller

    GKN Driveline Deutschland GmbH Werk Mosel, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil wir nur in der Gemeinschaft stark sind!

  • Ronny Olbrich

    Volkswagen Sachsen GmbH, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil wir gemeinsam stark sind und viel mehr erreichen können!

Pinnwand

  • Mitglied werden in der IG Metall
  • "Mein Leben - Meine Zeit" - Die Arbeitszeitkampagne der IG Metall
  • Aufstehen gegen Rassismus
  • "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"
  • IG Metall Servicegesellschaft - Vorteile für Mitglieder der IG Metall