IG Metall Zwickau
https://igm-zwickau.de/aktuelles/meldung/ig-metall-vorstand-empfiehlt-tarifforderung-7-bis-8-prozent/
30.06.2022, 10:06 Uhr

TARIFRUNDE METALL UND ELEKTRO 2022

IG Metall-Vorstand empfiehlt Tarifforderung: 7 bis 8 Prozent

  • 21.06.2022
  • Aktuelles

7 bis 8 Prozent mehr Geld: Diese Forderung empfiehlt der IG Metall-Vorstand für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Am 30. Juni beschließen die Tarifkommissionen. Am 11. Juli will die IG Metall ihre endgültige Forderung verabschieden. Die Tarifverhandlungen starten Mitte September.

7 bis 8 Prozent mehr Geld, für 12 Monate: Diese Forderung hat der Vorstand der IG Metall den Tarifkommissionen für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie empfohlen. Auf Basis dieser Forderungsempfehlung werden dann am 30. Juni die regionalen Tarifkommissionen ihre Forderungen formulieren. Am 11. Juli verabschiedet die IG Metall dann ihre endgültige Tarifforderung für die über 3,8 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Die Verhandlungen in den einzelnen Tarifgebieten starten Mitte September. Unser Tarifauftakt steht bereits: Wir sehen uns am 10. September in Leipzig! 

Aufträge auf Rekordstand – Betriebe optimistisch

Der IG Metall-Vorstand begründet seine Forderungsempfehlung mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nach einem Einbruch im März sind die Erwartungen der Unternehmen mit Blick auf Produktion, Beschäftigung und Export im Vergleich wieder angestiegen und stabil.

„Den Unternehmen geht es gut. Nicht gut geht es aber den Beschäftigten beim Blick auf Supermarkt- und Energierechnungen“, erklärt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall. Hofmann betonte, dass der jetzt zu findende Tarifabschluss die Jahre 2022 und 2023 abdecken müsse. „Im Gegensatz zu Unternehmen können Beschäftigte gestiegene Preise nicht weitergeben. Auch angesichts der guten Auftrags- und Ertragslage ist eine ordentliche Erhöhung geboten, um über die Tarifpolitik einen Beitrag für gute Kaufkraft zu leisten.“

Arbeit ist da: Der Auftragsbestand der Metall- und Elektroindustrie hat mit durchschnittlich 6,1 Monaten Reichweite einen historischen Höchstwert erreicht. Laut einer Befragung der IG Metall unter Betriebsräten in über 2400 Betrieben beurteilen rund 84 Prozent ihre Auftragslage als „gut“ oder „eher gut“, nur 2,6 Prozent als „schlecht“. 69 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine gleichbleibende Auftragslage, 18 Prozent sogar eine bessere.

Ein Bremsklotz sind derzeit noch Engpässe in den Lieferketten, etwa bei den Halbleitern. Trotzdem sind die Betriebe gut ausgelastet: Zwei Drittel haben derzeit eine normale oder hohe Kapazitätsauslastung. Auch mit Blick auf die Ertragslage 2022 sind 70 Prozent der Betriebe optimistisch.

Dauerhafte Entgelterhöhung und Entlastung nötig

Ganz wichtig aus Sicht der IG Metall: Die 7 bis 8 Prozent mehr Geld müssen dauerhaft in die Entgelttabellen eingehen. Das wollen auch die Beschäftigten laut einer Umfrage der IG Metall in den Betrieben.

Die letzte tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte in der Metall- und Elektroindustrie gab es im April 2018. Seitdem ging es bei den Tarifverhandlungen vor allem um die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise und der Transformation. Der Krisen-Tarifabschluss 2021 beinhaltete neben einer Corona-Prämie ein neues jährliches Transformationsgeld (Transformationsbaustein oder T-Geld). Dabei vereinbarten IG Metall und Arbeitgeber eine Laufzeit bis September 2022, so dass angesichts der damals herrschenden Unsicherheit für das Jahr 2022 noch eine Korrektur der Entgelte erfolgen kann. Somit steht in der Metall- und Elektroindustrie die Entgeltentwicklung 2022 und 2023 zur Verhandlung.

„Wir beweisen wiederholt Vernunft und Verantwortung. Die Beschäftigten haben nach vier Jahren wieder eine ordentliche Erhöhung ihrer Entgelttabellen verdient“, betont Hofmann. Zusätzlich fordert er weitere Entlastungen für die Beschäftigten von der Politik. „Darüber hinaus ist es Aufgabe der Politik, dass sie zugleich beim gewaltigen Problem der Preisanstiege steuernd eingreift. Wir können die aktuellen Teuerungsraten nicht allein über Tarifpolitik ausgleichen.“

Und weil immer wieder von einer Lohn-Preis-Spirale wie in den 70ern die Rede ist, hier eine Leseempfehlung aus der Süddeutschen Zeitung von uns.

 Der Entgelt-Tarifvertrag läuft am 30. September aus. Die Friedenspflicht endet mit dem 28. Oktober 2022.


Aktuelles

WIR in der IG Metall

  • Peter Rehpenning

    Volkswagen Sachsen GmbH, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil ich dort gut beraten werde!

  • Andreas Paul

    Volkswagen Sachsen GmbH, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil der Tarifvertrag alles regelt was mir wichtig ist!

  • Ronny Ott

    Schnellecke Logistics Sachsen GmbH, Glauchau

    Ich bin in der IG Metall, weil Sicherheit und soziale Errungenschaften nicht selbstverständlich sind.

  • Dirk Scheller

    GKN Driveline Deutschland GmbH Werk Mosel, Zwickau

    Ich bin Mitglied in der IG Metall, weil wir nur in der Gemeinschaft stark sind!

  • Michael Eißmann

    ehem. BR Vorsitzender GKN Driveline, Zwickau

    Ich bin in der IG Metall, weil nur mit einer starken Arbeitnehmerorganisation gute Arbeits-und Lebensbedingungen gestaltet werden können!

Pinnwand

  • JETZT WEITERBILDEN - BEZAHLT VOM ARBEITGEBER!!


    Mit der Betriebsräte Bildung Sachsen (BR-B Sachsen) steht Betriebsräten, Schwerbehindertenvertreter*innen und der Jugend- und Auszubildendenvertretung aus Betrieben in den Regionen der IG Metall Geschäftsstellen Zwickau, Chemnitz, Dresden-Riesa und Ostsachsen ab sofort ein umfangreiches Wissens- und Seminarangebot nach § 37,6 BetrVG / § 179,4 SGB IX zur Verfügung.

    Speziell ausgerichtete Seminarangebote findet ihr unter www.betriebsraete-bildung.de oder direkt hier im aktuellen Bildungsangebot für 2022.

     

  • Mitglied werden in der IG Metall
  • "Mein Leben - Meine Zeit" - Die Arbeitszeitkampagne der IG Metall
  • IG Metall Servicegesellschaft - Vorteile für Mitglieder der IG Metall