Volkswagen Dresden

Zukunft für die Gläserne Manufaktur - Vorschläge von IG Metall und Betriebsrat

06.11.2025 | Im Dezember endet die Serienproduktion des Elektroautos ID.3 in der Gläsernen Manufaktur von VW in Dresden. Trotzdem existiert immer noch kein tragfähiges Konzept für alle Beschäftigten ab 2026. Das verunsichert die Belegschaft: Für knapp ein Drittel der rund 300 Kolleginnen und Kollegen wäre ab 2026 keine sinnvolle Arbeit garantiert. Die IG Metall und der Betriebsrat legten eigene Vorschläge vor, wie sich für die Beschäftigten der Gläsernen Manufaktur in Dresden eine Zukunft am Standort sichern lässt.

IG Metall und Betriebsrat setzen sich gemeinsam für eine gute Zukunft am VW-Standort Dresden ein. Foto: IG Metall

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender Gläserne Manufaktur (li.) und Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter IG Metall Dresden und Riesa, stellten ihre Vorschläge auf einer Pressekonferenz vor. Foto: Norbert Neumann

Die Vorschläge der IG Metall und des Betriebsrats bauen auf den einzigartigen Gegebenheiten der Gläsernen Manufaktur auf und stehen unter der Überschrift "Neustart Faszination Forschung". Sie  basieren auf drei Säulen:

  • Verstärkte Forschung am Automobil der Zukunft mitsamt seinen Produktionsprozessen mit Schwerpunkt fürs Autonome Fahren
  • Erlebnischarakter erhalten dank Montage von Vorserien- und Sonderfahrzeugen
    mit Testparcours und Realfabriklabor
  • Besserer Vertrieb durch Nutzung der Strahlkraft des Standorts, indem die Auslieferung auf weitere Marken des Volkswagen-Konzerns ausgeweitet wird.

Die Vorschläge verbinden vertragliche Vorgaben wie das Ende der Serienproduktion mit einer weiteren sinnvollen Tätigkeit für die Beschäftigten sowie einer Nutzung des einzigartigen Gebäudes. Ziel ist es, authentische Werksverhältnisse weiter zu behalten und gleichzeitig die Sparvorgaben zu berücksichtigen.

„Die Gläserne Manufaktur ist weltweit einzigartig – und ihr Zweck steht so auch vertraglich festgeschrieben“, erklärt Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender. „Die Montage von Autos ist das Herz der Gläsernen Manufaktur. Volkswagen darf dieses Herz nicht ins Koma versetzen, ohne einen neuen guten Plan für den Standort mit all seinen Beschäftigten umzusetzen. Mit unseren Vorschlägen können wir eine sinnvolle Beschäftigung der Menschen vor Ort erreichen.“

Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa, ergänzt: „Die Beschäftigten der Gläsernen Manufaktur stehen mit Herzblut für den VW-Standort Dresden ein. Sie wollen und sie können einen entscheidenden Mehrwert für Volkswagen bilden – das beweist insbesondere der vorliegende Impuls des Betriebsrats. Wenn der Konzern die ausgestreckte Hand jetzt nicht annimmt, verspielt er die Zukunft eines hochattraktiven Standorts sowie der dort beschäftigten Mitarbeiter und schädigt zudem erheblich das Außenbild der Marke Volkswagen.“

Weitere Infos findet ihr auf der Homepage der IG Metall Dresden und Riesa

Von: cdr

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