IG Metall Zwickau
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22.04.2021, 01:04 Uhr

Betriebsräte und Arbeitgeber in der Region sind gefragt

Corona darf nicht zur sozialen Krise führen

  • 17.03.2020
  • Aktuelles

Die IG Metall Zwickau warnt vor den möglichen sozialen Folgen der Corona Epidemie. Die Krisenreaktionen dürfen nicht einseitig zu Lasten der Beschäftigten gehen. Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter, zur Situation: "Wir gehen von massiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe in der Region aus und erwarten, dass Kurzarbeit in einem erheblichen Umfang eingeführt wird, um Beschäftigung zu sichern. Wir fordern die Arbeitgeber auf, das Kurzarbeitergeld über das vorgeschriebene Mindestniveau von 60 Prozent des Nettolohns auf 100 Prozent aufzustocken. Die durch die Entscheidung der Bundesregierung nun eingesparten Sozialabgaben müssen an die Beschäftigten weitergegeben werden, sonst schlittern wir in eine soziale Krise.“

Die rasante Ausbreitung der Corona-Epidemie stellt die Betriebe in der Region vor große Herausforderungen. Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, fordert, dass in den Betrieben jetzt mit Hochdruck Vorkehrungen getroffen werden: „Alle Betriebe sind jetzt gefragt, Pandemiepläne aufzustellen, sich mit dem Thema Kurzarbeit vertraut zu machen und unkomplizierte Wege zu finden, die den Beschäftigten die Betreuung von Kindern ermöglichen.“ Von Seiten der IG Metall Zwickau wurde ein regionales Krisenteam eingerichtet, dass Betriebsräte und Arbeitnehmer unterstützt. Knabel weiter: „Unsere Betriebsräte sind mit unserer Unterstützung aktuell dabei, den Druck auf diese Themen zu erhöhen und soziale Lösungen zu erarbeiten. In vielen unserer Betriebe haben wir mittlerweile gute Regelungen, zum Beispiel eine finanzielle Aufstockung zum Kurzarbeitergeld. Es gibt aber auch noch Arbeitgeber, die die Situation nicht ernst genug nehmen.“ Die IG Metall Zwickau geht davon aus, dass sich insbesondere durch Lieferengpässe und Teilemangel die Situation in den kommenden Tagen und Wochen weiter zuspitzen wird.


Erheblichen sozialen Sprengstoff sieht auch Benjamin Zabel, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Zwickau: „Die Corona-Epidemie darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Niedriglohnpolitik in Sachsen fällt uns erneut auf die Füße. Wenn das Kurzarbeitergeld nicht aufstockt wird, werden viele Beschäftigte auf Sozialleistungen angewiesen sein.“ Verschärft wird die Situation aus Sicht der IG Metall Zwickau dadurch, dass Sachsen das Bundesland mit den wenigsten Betriebsräten ist. Zabel weiter: „In vielen Betrieben ohne Betriebsrat werden Beschäftigte vor vollendete Tatsachen gestellt. Hier werden guten Regelungen für die Beschäftigten ohne einen Betriebsrat gar nicht verhandelt.“

Das regionale Krisenteam der IG Metall Zwickau ist unter 0375 / 2736 – 0 oder zwickau@igmetall.de erreichbar.

 


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